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Warum am 1. Mai auf die Straße:

Die Tradition des Ersten Mai als Kampftag der Arbeiter*innen Bewegung geht zurück auf das Jahr 1886. Als es in den USA als Folge einer Demonstration, welche die gesetzliche Einführung des Achtstundentags zur Forderung hatte, zu mehrtägigen Streiks und blutigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten mit zahlreichen Toten und Verletzten kam. Daraufhin wurden acht Organisatoren der ursprünglichen Demonstration, frei von jeglicher Beweislage, für einen Bombenanschlag während der Aufstände verantwortlich gemacht und zum Tode verurteilt. In den folgenden Jahren wurde die Kampagne zum Achtstundentag zu einer globalen Bewegung. 1918 wurde der Achtstundentag in Deutschland erstmals gesetzlich eingeführt. Nach 100 Jahren ist dieser im Jahr 2018 praktisch nicht mehr existent. Etliche der Vollbeschäftigten arbeiten weit mehr als 40 Stunden pro Woche und sind trotzdem nicht in der Lage mit den dafür gezahlten Löhnen selbständig ihre Existenz zu sichern.

Dies ist in Anbetracht der technologischen so wie menschlichen Weiterentwicklung und des industriellen Fortschritts inakzeptabel!

Darum fordern wir:

Die daraus resultierenden Gewinne, sowie aus natürlichen Ressourcen wie Land und Wasser erzielte Profite in globalem Rahmen durch die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens umzuverteilen. Dies soll die folgenden vier Hauptkriterien zur Grundlage haben:

1. Es muss an jede Person ausgezahlt werden, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Besitz oder Vermögen

2. Ohne Zwang zur Arbeit oder irgendeiner anderen Form von Gegenleistung garantiert werden

3. Es muss Existenzsichernd sein, also Obdach und Zugang zu ausreichend Lebensmitteln sowie Hygieneartikeln und umfassender medizinischer Versorgung gewährleisten, und außerdem gesellschaftliche Teilhabe in Form von Zugang zu Schulen und Weiterbildungsmöglichkeiten, Sportvereinen und ähnlichem ermöglichen plus uneingeschränkte Nutzung des ÖPNV garantieren

4. Es muss als individueller Rechtsanspruch gewährleistet sein

Wir wollen mit unserer Demonstration die allgemeine Popularität der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens befeuern und uns als emanzipatorische Kräfte den neoliberalen Bestrebungen zu diesem Thema gegenüberstellen. Hierbei werden wir die Wichtigkeit betonen, dieses Projekt in globalem Rahmen, frei von nationalen Inhalten zu denken und gezielt antikapitalistische Inhalte einbringen.
Unser Vorhaben ist es, friedlich zu agieren. Wir fordern alle Einzelpersonen sowie Gruppierung die sich mit dem hier geschriebenen solidarisieren können auf, sich anzuschließen und an der Demonstration Teil zu nehmen.

Wir sehen uns auf der Straße. Wir sehen uns am 1. Mai.